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AlpenBrevet 2017

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr ja gemeinsam mit Matze das vierte Mal beim "Ötzi" starten. Aber offensichtlich habe ich nur in den geraden Jahren Losglück.

Ok, dann eben nicht ... also bin ich wie in 2015 das zweite Mal beim AlpenBrevet in der Schweiz gestartet. Die Strecke ist mit 172 km und 5.294 Höhenmetern (Grimselpass [2.164 Meter], Nufenenpass [2.478 Meter],  Gotthardpass [2.106 Meter] und Sustenpass [2.260 Meter]) auch kein Zuckerschlecken.

Ab Mai habe ich mich mit meiner bewährten Trainingsmode vorbereitet. Jeden zweiten Tag möglichst viele Höhenmeter weg drücken  ...  und zusätzlich an den Wochenenden ein paar long turns in den Schwarzwald. Und natürlich traditionell mein 24 Stunden race nach Duisburg.

Aus beruflichen Gründen bin ich leider nicht an die Trainingsintensität der letzten Jahre herangekommen, aber alles in allem hat es doch ganz ordentlich geklappt.

Am Renntag war eigentlich ab Mittag Regen angesagt ... aber entgegen der Wettervorhersage war es den ganzen Tag lang richtig heiß. Hätte ich mal statt dem Regenzeug meinen Wasserrucksack dabei gehabt. So musste ich insbesondere am Gotthard und am Sustenpass zwischendurch Wasser aufnehmen, weil die beiden Flaschen bei Sonne ohne Schatten maximal 1 Stunde halten.

Die Anstiege am Gotthard und Sustenpass waren echt heftig, da die Sonne mega gebrannt hat ... und die Fahrer nur wenige Schatten-Passagen hatten. Insbesondere die letzten Kilometer an den Kehren haben echt Körner gekostet. Oben auf der letzten Passhöhe am Sustenpass dachte ich eigentlich, jetzt einfach nur noch runter rollen und die letzten 35 km Abfahrt genießen. Aber Scheißendreck. Etwa 500  Meter nach dem Pass fing es an zu gewittern, und zwar mega heftig. Statt gechillt mit 65 kmh dem Ziel entgegen ... ging es nur mit maximal 20 kmh, da die Bremsen nicht mehr gegriffen haben. Und es war so schweinekalt, dass ich beim Bremsen immer weniger richtig zupacken konnte.

Das hat dann richtig viel Zeit gekostet ... und Murphy wollte es, dass der Regen kurz vor dem Ziel in Meiringen aufgehört hat.

Alles in allem war ich dennoch sehr zufrieden mit dem Rennen, auch wenn ich etwas mehr Zeit als in 2015 gebraucht habe. Und die Strecke ist einfach sensationell. Guckst Du: